Computerbildschirm zeigt einen steigenden Aktienchart in einem dunklen Büro.
Computerbildschirm zeigt einen aufsteigenden ETF-Kurs in einem dunklen Büro mit Soft-Licht.

ETFs, Fonds & Aktien

Wer sein Geld langfristig anlegt, kann deutlich mehr erreichen als mit klassischem Sparen. ETFs und Fonds bieten die Möglichkeit, auch mit kleineren Beträgen breit gestreut von den Chancen der Weltwirtschaft zu profitieren, ganz ohne ständiges Beobachten des Markts.

In der mittleren Frist, also für Ziele, die mehr als fünf und bis zu etwa 25 Jahre in der Zukunft liegen, steht der Vermögensaufbau im Vordergrund. Hier geht es darum, dein Geld gewinnbringend anzulegen, statt es nur zu parken. Ob du als Apotheker langfristig Kapital für die eigene Apotheke aufbauen möchtest, eine größere Anschaffung planst, ein Eigenheim finanzieren möchtest oder einfach dein Vermögen vermehren willst, jetzt spielt die Wertentwicklung eine entscheidende Rolle.

ETFs, Fonds und Aktien eignen sich besonders gut, um über die Jahre an den Entwicklungen der Weltwirtschaft teilzuhaben. Sie bieten die Chance auf attraktive Renditen, erfordern aber eine klare Strategie und einen längeren Anlagehorizont. Hier erfährst du welche Anlagen welche Eigenschaften haben und welche zu dir passen kann.

Warum du dein Geld investieren solltest

Die meisten Menschen in Deutschland lassen ihr Geld lieber auf dem Konto liegen, ob auf dem Girokonto, Tagesgeld oder dem Sparbuch. Das fühlt sich sicher an, doch in Wahrheit verliert dieses Geld von Jahr zu Jahr an Wert. Während die Zinsen meist niedrig bleiben, frisst die Inflation still und leise deine Kaufkraft auf.

Die Inflation beträgt im Durchschnitt rund 2 % pro Jahr, in manchen Jahren, wie während der Corona- oder Energiekrise, sogar deutlich mehr. Das bedeutet, dass du dir für 100 Euro heute in zehn Jahren nur noch Waren im Wert von etwa 82 Euro leisten kannst. Oder anders gesagt: Die Kugel Eis, die früher 1 Euro kostete, liegt heute bei 1,80 Euro.

Wichtig ist dabei zu verstehen: Inflation ist gewollt und wird auch in Zukunft bestehen bleiben. Sie sorgt dafür, dass die Wirtschaft in Bewegung bleibt. Deshalb solltest du jedes finanzielle Ziel inflationsbereinigt betrachten, also nicht nur überlegen, wie viel Geld du heute brauchst, sondern wie viel du in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren tatsächlich benötigst, um das entsprechende Ziel zu erreichen.

Wenn du dein Geld also nicht investierst, verliert es stetig an Wert. Durch kluges Investieren hingegen kannst du die Inflation ausgleichen oder sogar übertreffen. Schon mit regelmäßigen, überschaubaren Beträgen profitierst du vom Zinseszinseffekt, also davon, dass deine Erträge wiederum Erträge erwirtschaften.

Investieren heißt nicht, alles auf eine Karte zu setzen oder unbedacht hohe Risiken einzugehen. Es bedeutet vielmehr, dein Geld gezielt und mit Strategie für dich arbeiten zu lassen, abgestimmt auf deine Ziele, deinen Zeithorizont und deine persönliche Risikobereitschaft. Eine gute Planung und regelmäßige Kontrolle ist daher entscheidend, ob du einen Gewinn oder Verlust erwirtschaftest.

Natürlich ist es nicht sinnvoll, alles zu investieren. Ein Teil deines Geldes sollte immer kurzfristig verfügbar bleiben, für laufende Ausgaben, Rücklagen oder unerwartete Kosten. Auch hier ist Struktur wichtig: Ein gutes Verhältnis zwischen Girokonto, Tagesgeld und Festgeld sorgt dafür, dass du jederzeit zahlungsfähig bleibst und trotzdem das Beste aus deinen Zinsen herausholst.

Wie du deine kurzfristige Liquidität optimal strukturierst, erfährst du in unserem Artikel Giro-, Tages- und Festgeldkonto. Dort zeigen wir dir, wie du dein Geld sicher parkst und gleichzeitig den Überblick über deine Finanzen behältst.

Inflationsrechner

Berechne hier die Auswirkung der Inflation auf dein Kapital:

Welche Möglichkeiten gibt es?

Wenn es um den Einstieg in den Kapitalmarkt geht, gibt es nicht den einen richtigen Weg, sondern verschiedene Möglichkeiten und Strategien, die zu unterschiedlichen Zielen und Lebenssituationen passen. Der Zugang erfolgt in der Regel über ein Wertpapierdepot, über das du dein Geld in Fonds, ETFs oder Aktien investieren kannst. Welche Variante für dich am besten geeignet ist, hängt dabei von deinen individuellen Präferenzen, deiner Risikobereitschaft und deinem Zeithorizont ab.

Aktien

Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen, wenn du also Aktien kaufst, wirst du Miteigentümer dieses Unternehmens. Du profitierst damit von Kurssteigerungen und möglichen Dividenden, also Gewinnausschüttungen an die Aktionäre. Steigt der Wert des Unternehmens, steigt in der Regel auch der Wert deiner Aktie. Fällt der Unternehmenswert, kann dein Investment aber auch an Wert verlieren.

Fonds und ETFs setzen genau hier an: Sie bestehen aus einer Vielzahl einzelner Aktien und bieten so eine breite Streuung über viele Unternehmen, Branchen und Länder hinweg. Dadurch sinkt das Risiko im Vergleich zum Kauf einzelner Aktien, da Verluste einer Position durch Gewinne anderer ausgeglichen werden können.

Der direkte Handel mit Einzelaktien ist dagegen eher etwas für erfahrene Anleger. Er erfordert viel Wissen, Zeit und Analyse, um die richtigen Unternehmen auszuwählen und den optimalen Kauf- oder Verkaufszeitpunkt zu finden. Außerdem bergen Einzelaktien ein sogenanntes Klumpenrisiko, wenn du dein Geld zu stark auf wenige Unternehmen konzentrierst, kann schon ein einzelner Kursrückgang erhebliche Verluste verursachen. Für die meisten Anleger, die langfristig Vermögen aufbauen wollen, sind daher ETFs oder aktiv gemanagte Fonds oft der einfachere und sicherere Weg, am Erfolg der Aktienmärkte teilzuhaben.

ETFs

ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Fonds, die einen bestimmten Index abbilden, also die Entwicklung eines ganzen Marktes oder Marktsegments. Ein bekanntes Beispiel ist der MSCI World, der über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern bündelt. Kaufst du den MSCI World, investierst du automatisch in all diese Firmen, ohne selbst einzelne Aktien auswählen zu müssen.

Im Gegensatz zu klassischen Fonds werden ETFs passiv verwaltet, das heißt, sie folgen einfach einem festgelegten Index und versuchen nicht, ihn zu übertreffen. Dadurch entstehen deutlich geringere Kosten, was langfristig einen großen Unterschied machen kann. Allerdings bedeutet die passive Struktur auch, dass ein ETF Marktschwankungen vollständig mitmacht – fällt der Markt, fällt auch der ETF.

ETFs gibt es auf nahezu alle Bereiche des Marktes, von weltweiten Aktienindizes bis hin zu speziellen Branchen, Regionen oder Anleihen. Um das Risiko zu reduzieren und eine stabile Entwicklung zu erreichen, ist es sinnvoll, mehrere ETFs zu kombinieren. So kannst du dein Geld breit streuen, zum Beispiel über verschiedene Länder, Unternehmensgrößen und Anlageklassen hinweg, und so von den Chancen der Märkte profitieren, ohne dich zu stark von einzelnen Entwicklungen abhängig zu machen.

Fonds

Aktive Fonds werden, anders als ETFs, von einem Fondsmanagement aktiv gesteuert. Das bedeutet: Ein Fondsmanager oder ein ganzes Team wählt gezielt Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere aus, die sie für besonders aussichtsreich halten. Ziel ist es, den Markt, also etwa einen Vergleichsindex wie den DAX oder MSCI World, zu übertreffen.

Diese aktive Steuerung hat den Vorteil, dass ein erfahrener Manager in unsicheren Marktphasen reagieren kann. Er kann Werte umschichten, Branchen stärker gewichten oder Risiken reduzieren, wenn sich die wirtschaftliche Lage verändert. Dadurch kann ein aktiver Fonds in bestimmten Marktphasen besser abschneiden als ein passiver ETF.

Allerdings hat diese Flexibilität ihren Preis: Durch das aktive Management, häufigere Käufe und Verkäufe sowie Research-Kosten fallen höhere Gebühren an. Diese können die Rendite im Vergleich zu kostengünstigen ETFs mindern, vor allem dann, wenn der Fondsmanager den Markt langfristig nicht schlagen kann, was in der Praxis häufig vorkommt.

Aktive Fonds eignen sich daher vor allem für Anleger, die bewusst auf Expertenwissen setzen möchten und bereit sind, für diese Strategie etwas mehr zu bezahlen. Eine Kombination aus aktiven Fonds und ETFs kann ebenfalls sinnvoll sein, um die Vorteile beider Ansätze zu nutzen, die gezielte Steuerung durch das Management auf der einen Seite und die kostengünstige, breite Streuung auf der anderen.

Weitere Anlagemöglichkeiten

Neben Aktien, Fonds und ETFs gibt es noch eine Vielzahl weiterer Anlagemöglichkeiten, die je nach Ziel, Risikobereitschaft und Zeithorizont interessant sein können. Dazu zählen zum Beispiel Anleihen, Rohstoffe wie Gold oder Silber, Immobilieninvestments, Mischfonds oder auch alternative Anlagen wie Private Equity oder nachhaltige Impact-Investments.

Diese Anlagen können helfen, dein Portfolio breiter aufzustellen und Risiken besser zu streuen. Gleichzeitig unterscheiden sie sich stark in Punkten wie Liquidität, Schwankungsrisiko und steuerlicher Behandlung. Nicht jede Anlageform passt zu jeder Lebenssituation oder zu jedem Ziel.

Deshalb ist eine individuelle Beratung besonders wichtig, um deine persönlichen Präferenzen, Erfahrungen und finanziellen Ziele zu berücksichtigen. So findest du die passende Mischung aus Sicherheit, Wachstum und Flexibilität, abgestimmt auf deine Lebensplanung.

Ein rotes Banner mit deutschen Texten zur kostenlosen Beratung, ein lachender Mann in weißem Arztkittel, sowie Logos für Pharm Akademie, Money und Kundenbewertungen.
Zwei freundliche Ärzte, ein Mann mit Bart und eine Frau, stehen vor rotem Hintergrund, lächeln und tragen weiße Kittel.

Worauf sollte ich bei der Umsetzung achten?

Beim Investieren am Kapitalmarkt gibt es ein paar grundlegende Punkte, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können. Einer der wichtigsten ist die breite Streuung deiner Geldanlage. Wer sein Geld auf viele verschiedene Länder, Branchen und Unternehmen verteilt, senkt das Risiko deutlich. Ein gutes Beispiel ist der MSCI World Index, der über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern abbildet. Trotzdem liegt der Anteil der USA bei rund 70 %, was zeigt, dass auch ein weltweiter Index nicht automatisch vollständig diversifiziert ist. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere ETFs oder Fonds zu kombinieren, um auch andere Regionen oder Themen wie Schwellenländer oder Nachhaltigkeit abzudecken.

Ebenso entscheidend ist, regelmäßig zu investieren, zum Beispiel über einen monatlichen Sparplan. So nutzt du den sogenannten Cost-Average-Effekt: Wenn die Kurse fallen, kaufst du automatisch mehr Anteile, und wenn sie steigen, weniger. Das gleicht Schwankungen aus und führt langfristig oft zu besseren Durchschnittspreisen. Einmalanlagen können trotzdem sinnvoll sein, wenn der Zeitpunkt günstig ist oder du zusätzlich investieren möchtest, sie sollten aber gut überlegt sein und in eine klare Strategie passen.

Wichtig ist auch, dass Kapitalmarktanlagen nichts für die kurze Frist sind. Da sich Märkte immer wieder bewegen, sollte dein Anlagehorizont mindestens fünf, besser zehn Jahre oder länger betragen. So gibst du deinem Investment genug Zeit, um Schwankungen auszugleichen und Wachstum zu entfalten.

Je früher du beginnst, desto stärker profitierst du vom Zinseszinseffekt: Deine Erträge werden wieder angelegt und erzeugen selbst neue Erträge, ein Schneeballeffekt, der mit der Zeit immer größer wird. Früh anzufangen, regelmäßig zu investieren und breit zu streuen ist daher der Schlüssel zu langfristigem Vermögensaufbau.

Eine individuelle Beratung hilft dir dabei, die richtigen Entscheidungen für deine persönliche Anlagestrategie zu treffen. Wir unterstützen dich dabei, deine Ziele, deinen Zeithorizont und deine Risikobereitschaft realistisch einzuschätzen und die passenden Anlagebausteine dafür zu finden. Gleichzeitig achten wir darauf, dass dein Geld in Bereiche fließt, die zu deinen Werten passen.

Viele Anleger möchten heute bewusst investieren und bestimmte Branchen wie Rüstung, Glücksspiel oder fossile Energien vermeiden. Mit einer professionellen Auswahl der richtigen Fonds oder ETFs kannst du gezielt in nachhaltige, ethische oder zukunftsorientierte Unternehmen investieren, ohne dabei auf Renditechancen zu verzichten.

So stellst du sicher, dass dein Geld nicht nur für dich arbeitet, sondern auch dort Wirkung zeigt, wo es dir wichtig ist.

Unser Zinseszinsrechner zeigt dir übersichtlich, wie sich dein Vermögen entwickeln kann. Du kannst berechnen, wie sich eine einmalige Anlage, eine monatliche Sparrate oder die Kombination aus beidem über die Jahre auswirkt und wie stark der Zinseszins deine finanzielle Zukunft positiv beeinflussen kann.

Zusätzlich siehst du, wie groß der Unterschied sein kann, wenn man erst fünf Jahre später beginnt und wie viel Wachstum dadurch verloren geht.

Wie hoch wird eine Kapitalanlage versteuert?

Kapitalerträge, also Gewinne aus Zinsen, Dividenden oder Kurssteigerungen, unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer. Diese beträgt 25 %, dazu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Steuer (das sind effektiv 26,375 %) und ggf. Kirchensteuer von 8 % oder 9 %, wodurch sich eine Gesamtbelastung von etwa 27,8 % bis 28,0 % ergibt.

Wichtig: Versteuert werden nur deine Erträge, also der Gewinn, den du mit deinem angelegten Geld erzielst, nicht dein ursprünglich investiertes Kapital. Jeder hat zudem einen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr (bei Ehepaaren 2.000 €). Erst wenn deine Erträge diesen Betrag überschreiten, wird Steuer fällig.

Darüber hinaus gibt es bei bestimmten Fonds sogenannte Teilfreistellungen, weil sie bereits auf Unternehmensebene besteuert werden. Bei Aktienfonds sind 30 % der Erträge steuerfrei, bei Mischfonds 15 % und bei Immobilienfonds sogar 60 % bis 80 %, je nach Investitionsschwerpunkt.

Wenn du wissen möchtest, wie du Freibeträge und Teilfreistellungen optimal nutzt, helfen wir dir gerne dabei, so bleibt von deinen Erträgen mehr für dich übrig.

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

  • Ein Depot kannst du entweder bei klassischen Depotbanken oder modernen Neobrokern eröffnen. Beide bieten Zugang zum Kapitalmarkt, unterscheiden sich aber in Kosten, Bedienung und Funktionsumfang. Über unsere Beratung kannst du ebenfalls ein Depot eröffnen, mit dem Vorteil, dass du Rabatte auf viele Fonds erhältst und wir dich bei der passenden Auswahl unterstützen.

  • Wenn die Märkte fallen, ist das zunächst kein Grund zur Sorge, Schwankungen gehören an der Börse dazu. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu verkaufen, solange du dein Geld nicht kurzfristig benötigst. Langfristige Anlagen haben Zeit, sich zu erholen, und fallende Kurse bieten oft sogar Chancen für günstigere Nachkäufe. Trotzdem solltest du deine Anlage regelmäßig überprüfen und beobachten, um sicherzugehen, dass sie weiterhin zu deiner Strategie passt.

  • Ein Depot kann je nach Anbieter unterschiedlich viel kosten. Kostenlose Depots klingen auf den ersten Blick attraktiv, doch ganz ohne Gebühren funktioniert keine Bank – Kosten fallen immer an, nur an unterschiedlichen Stellen. Manche Anbieter verlangen keine Depotführungsgebühr, dafür aber höhere Orderkosten oder Fondsgebühren. Andere bieten günstige Trades, verdienen aber über Spreads oder eingeschränkte Produktauswahl. Lass dich also nicht vom „kostenfrei“-Versprechen blenden, sondern achte darauf, wo die tatsächlichen Kosten entstehen, wir helfen dir dabei, das passende Modell für dich zu finden.